IHHT | Intervall-Atemtherapie

Nach einer Operation, langer Krankheit, bei Arthrose, anhaltender Erschöpfung (Fatigue) oder viel Stress fehlt oft die Kraft zur Erholung. Bei der Intervall-Atemtherapie (IHHT) in Rietberg atmen Sie im Sitzen abwechselnd sauerstoffärmere und -reichere Luft – ohne Gelenkbelastung.

Die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) ist eine passive Atemtherapie im Sitzen, die dem Körper einen Trainingsreiz gibt, ohne Gelenke oder Sehnen zu belasten.

Wenn Training noch nicht möglich ist.

Nach einem Eingriff, bei ausgeprägter Arthrose oder mehreren Erkrankungen ist aktives Training oft (noch) nicht drin. Die Intervall-Atemtherapie kann die Belastbarkeit schon jetzt aufbauen und den Weg ins Training ebnen.

Wenn Erschöpfung den Alltag bestimmt.

Wer sich schlecht erholt und schnell müde wird, für den kann die Atemtherapie ein Baustein sein, um Erholung und Leistungsfähigkeit zu unterstützen – angenehm im Sitzen, ohne zusätzliche körperliche Belastung. Vorher klären wir ärztlich ab, woher die Erschöpfung kommt.

Wenn die Kraft nach Krankheit langsam zurückkehrt.

Stockt der Wiederaufbau nach einem größeren Eingriff, kann die Intervall-Atemtherapie den Wiedereinstieg in Bewegung spürbar erleichtern.

Untersuchen. Befunden. Planen. Bewegen.

Über eine Maske atmen Sie abwechselnd Luft mit weniger und mit mehr Sauerstoff ein – ganz entspannt im Sitzen. Dieser Wechsel ist ein sanfter Reiz, auf den der Körper ähnlich reagiert wie auf Ausdauertraining: Die Zellen verwerten Sauerstoff besser, Kreislauf und Erholungsfähigkeit passen sich an. Das Besondere: Ihr Bewegungsapparat wird dabei nicht belastet.

Was die Methode leisten kann

Die Intervall-Atemtherapie wirkt nicht auf ein einzelnes Gelenk, sondern auf den ganzen Körper – auf Belastbarkeit, Erholung und Leistungsfähigkeit. Am besten passt sie, wenn die Belastbarkeit reduziert ist und aktives Training noch nicht ausreichend möglich ist. Für diese Situationen gibt es ermutigende Studienergebnisse: Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Belastbarkeit verbesserte eine fünfwöchige IHHT in einer randomisierten Studie die Ausdauerleistungsfähigkeit ebenso stark wie ein achtwöchiges Standard-Rehabilitationsprogramm (Dudnik et al., 2018). Auch bei schneller Erschöpfbarkeit und Stressbelastung kann IHHT die Erholung unterstützen – nachdem wir mögliche Ursachen ärztlich abgeklärt haben.

Individuell gesteuert mit dem ReOxy-System

Wir arbeiten mit dem ReOxy-System. Vor der ersten Anwendung zeigt ein kurzer Hypoxietest, wie Ihr Körper auf sauerstoffärmere Luft reagiert. Daraus berechnet das System Ihre persönlichen Einstellungen und passt sie während jeder Sitzung laufend an Ihre Werte an, etwa an die Sauerstoffsättigung. So bleibt der Reiz individuell dosiert und im sicheren Bereich – Sie müssen dafür nichts tun außer entspannt zu atmen.

Atemtherapie und Training ergänzen sich.

Die Intervall-Atemtherapie kann den Einstieg in Bewegung erleichtern oder ein laufendes Training begleiten – gerade dann, wenn die Belastbarkeit anfangs noch begrenzt ist. Sobald Training möglich ist, bauen wir es gemeinsam auf.

Wenn Sie unabhängig von Beschwerden wissen möchten, wie Sie körperlich aufgestellt sind: Kraft, Bewegung und Belastbarkeit.

Der erste Schritt: Untersuchung und Klärung.

In der orthopädischen Untersuchung klären wir, ob die Intervall-Atemtherapie in Ihrer Situation sinnvoll ist und was Sie damit erreichen möchten.

Die Intervall-Atemtherapie ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Die Kosten besprechen wir vorab mit Ihnen.

Methodische Tiefe

Wie der Reiz wirkt

Der Wechsel zwischen sauerstoffärmerer und sauerstoffreicherer Atemluft ist ein milder, kontrollierter Reiz. Der Körper reagiert darauf mit Anpassungen, die auch beim Ausdauertraining eine Rolle spielen – in der Sauerstoffverwertung der Zellen, der Durchblutung und der Steuerung durch das vegetative Nervensystem.

So läuft eine Anwendung ab

Sie sitzen entspannt und atmen über eine Maske. Eine Sitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Sauerstoffsättigung, Puls und Befinden werden laufend überwacht, das System passt sich Ihren Werten an.

Wie viele Sitzungen

Die Anwendung erfolgt als Serie über mehrere Wochen; Anzahl und Abstand besprechen wir vorab.

Wann die Methode nicht geeignet ist

Bestimmte akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein frischer Herzinfarkt, relevante Herzrhythmusstörungen oder schwere Lungenerkrankungen können dagegen sprechen. Das klären wir vor der ersten Anwendung.