Eigenbluttherapie (PRP / ACP).
Bei Kniearthrose oder Sehnenbeschwerden, die nicht ausheilen, setzen viele auf die Kraft des eigenen Körpers. Wir gewinnen in Rietberg aus Ihrem Blut plättchenreiches Plasma (PRP), je nach Befund auch hochkonzentriert als ACP Max, und bringen es gezielt an die gereizte Stelle.
Der Gedanke hinter der Eigenbluttherapie: den Körper in seiner eigenen Erholung unterstützen. Aus einer kleinen Blutabnahme gewinnen wir ein Konzentrat Ihrer Blutplättchen und bringen es gezielt an die betroffene Stelle. Für viele Patienten ist PRP auch eine willkommene Alternative zu wiederholten Kortisonspritzen.
Untersuchen. Befunden. Planen. Bewegen.
Was PRP im Gewebe bewirkt.
PRP steht für plättchenreiches Plasma. Blutplättchen enthalten Wachstumsfaktoren, die der Körper bei jeder Heilung einsetzt. Konzentriert und direkt an eine gereizte Sehne oder in ein Gelenk gebracht, können sie Reparaturprozesse anstoßen, Reizzustände beruhigen und Schmerzen lindern. Entscheidend ist dabei die Konzentration. Wir arbeiten mit dem ACP-System von Arthrex (ACP steht für autologes conditioniertes Plasma), einschließlich der hochkonzentrierten Variante ACP Max. Es bereitet das Präparat je nach Gewebe unterschiedlich auf – denn ein Kniegelenk braucht ein anderes Präparat als eine Sehne.
Wie wir gemeinsam vorgehen
Wir untersuchen, bevor wir über das Verfahren reden.
In der Untersuchung klären wir, welche Struktur betroffen ist und in welchem Zustand sich das Gewebe befindet. Die Injektion erfolgt bei uns bildgestützt, damit das Präparat genau an der richtigen Stelle ankommt.
Funktionelle Faktoren im Blick.
Wenn eine Sehne immer wieder gereizt wird, steckt oft ein Belastungs- oder Bewegungsmuster dahinter. Das beziehen wir mit ein, damit die Behandlung auch langfristig trägt.
Training als nächster Schritt.
Während PRP die Erholung anstößt, macht gezieltes Training das Gewebe wieder belastbar.
Mehr dazu: Diagnostik · Medizinische Trainingstherapie
Stark im Zusammenspiel.
PRP lässt sich sehr gut mit Stoßwelle oder Trainingstherapie verbinden – so wirken biologischer Impuls, mechanischer Reiz und gezielter Aufbau zusammen.
→ Regenerative Orthopädie
Der erste Schritt: Untersuchung und Klärung.
In der orthopädischen Untersuchung klären wir, ob PRP für Ihre Beschwerden infrage kommt und wie die Behandlung bei Ihnen aussehen kann.
Bitte bringen Sie Vorbefunde, Bilder und eine Liste Ihrer Medikamente mit. Ob und in welchem Umfang Kosten entstehen, klären wir vorab anhand der medizinischen Fragestellung.
Medizinischer Hintergrund
Wobei wir PRP einsetzen
Kniearthrose in frühen bis mittleren Stadien; chronische Sehnen- und Sehnenansatzbeschwerden, etwa Tennisellenbogen, Patellasehne oder Schulter; Reizzustände der Rotatorenmanschette; Reizzustände der kleinen Wirbelgelenke und des Kreuz-Darmbein-Gelenks – gezielt unter Bildkontrolle, auf Wunsch im offenen MRT ohne Röntgenstrahlung; wenn eine Alternative zu wiederholten Kortisonspritzen gesucht wird.
PRP und Kortison
Kortison bremst eine Entzündung schnell – bei wiederholter Anwendung kann es Sehnen und Knorpel aber belasten. PRP geht einen anderen Weg und unterstützt die körpereigenen Reparaturprozesse.
So läuft die Behandlung ab
Blutabnahme, Aufbereitung in der Praxis, bildgestützte Injektion – alles in einem Termin. In den ersten Tagen danach empfehlen wir eine angepasste Belastung. Die Wirkung entwickelt sich über die folgenden Wochen; manchmal reagiert die Stelle anfangs etwas empfindlicher. Wie viele Injektionen sinnvoll sind, besprechen wir individuell.
Was Studien zeigen
Für Kniearthrose und chronische Sehnenbeschwerden zeigen klinische Studien Verbesserungen bei Schmerz und Funktion – besonders, wenn das Plasma ausreichend hoch konzentriert ist. Wir arbeiten deshalb mit einem System, das das Präparat gezielt auf das jeweilige Gewebe abstimmt. In unserer Erfahrung wirkt die Eigenbluttherapie am besten, wenn sie mit einem gezielten Aufbautraining verbunden wird: Das PRP gibt den Impuls, das Training macht das Gewebe wieder belastbar.