Infiltrationen an der Lendenwirbelsäule
Hartnäckige Rückenschmerzen oder Schmerzen, die ins Bein ziehen? Eine gezielte Infiltration an der Lendenwirbelsäule kann spürbar entlasten. Wir bringen das Medikament in Rietberg unter Röntgenkontrolle dorthin, wo der Schmerz entsteht – an die gereizte Nervenwurzel, die kleinen Wirbelgelenke oder das Kreuz-Darmbein-Gelenk.
Bei hartnäckigen Rückenschmerzen oder Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen, kann eine gezielte Infiltration spürbare Entlastung bringen. Wir führen sie unter Röntgenkontrolle mit einem sogenannten C-Bogen durch – einem beweglichen Röntgengerät, das die Wirbelsäule während der Behandlung im Bild zeigt. So erreicht das Medikament genau die Stelle, an der der Schmerz entsteht.
Untersuchen. Befunden. Planen. Bewegen.
Welche Struktur Ihre Beschwerden auslöst, klären wir zuerst – im Gespräch, in der Untersuchung und anhand der Bilder. Dann setzen wir gezielt an und bauen anschließend mit Physiotherapie und Training die Belastbarkeit wieder auf.
Unsere Behandlungen
Behandlung an der Nervenwurzel.
Bei Beinschmerzen durch einen Bandscheibenvorfall oder Engstellen an der Wirbelsäule bringen wir das Medikament gezielt in die Nähe der gereizten Nervenwurzel (periradikuläre Therapie, PRT). Die aktuelle S3-Leitlinie empfiehlt dieses Vorgehen unter Röntgenkontrolle, wenn Beinschmerzen durch einen Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule entstehen.
Behandlung an den kleinen Wirbelgelenken.
Bei Schmerzen aus den kleinen Wirbelgelenken behandeln wir die betroffenen Gelenke gezielt und beruhigen die Reizung.
Behandlung am Kreuz-Darmbein-Gelenk.
Beschwerden im Kreuz-Darmbein-Gelenk spüren viele Menschen tief im unteren Rücken und im Gesäß. Unter Bildkontrolle bringen wir das Medikament direkt in das Gelenk.
So läuft die Behandlung ab
Untersuchung und Bilder.
Wir untersuchen Sie und sehen uns vorhandene Aufnahmen an. Fehlt eine aktuelle Bildgebung, erstellen wir sie bei uns.
Aufklärung.
Wir besprechen Behandlung, Ablauf und mögliche Risiken ausführlich – möglichst am Vortag, bei akuten Beschwerden auch am selben Tag.
Die Behandlung.
Sie liegen bequem auf dem Bauch. Nach einer örtlichen Betäubung der Haut führen wir die Nadel unter Röntgenkontrolle an die Zielstelle. Die Infiltration selbst dauert nur wenige Minuten, die Strahlendosis halten wir dabei so gering wie möglich.
Danach.
Danach bleiben Sie noch etwa 30 Minuten bei uns. In dieser Zeit kontrollieren wir Kraft und Gefühl in den Beinen. Bitte fahren Sie am Behandlungstag nicht selbst Auto. Wie es weitergeht – Physiotherapie, Training oder eine weitere Sitzung – besprechen wir im Verlauf.
Auch ohne Röntgenstrahlung möglich.
Viele dieser Behandlungen führen wir auch direkt in unserem offenen MRT durch.
Weiterbehandlung
Funktionelle Faktoren im Blick.
Beweglichkeit, Haltung und Muskelspannung spielen bei Rückenbeschwerden fast immer mit. Diese Faktoren beziehen wir in die weitere Behandlung mit ein.
Training als nächster Schritt.
Sobald der Schmerz es zulässt, bauen wir mit Ihnen Kraft und Stabilität auf – zum Beispiel in der medizinischen Trainingstherapie.
Vor der Behandlung
Bitte sagen Sie uns vorab Bescheid, wenn Sie Blutverdünner einnehmen, Allergien haben, an Fieber oder einer Infektion leiden, schwanger sind oder sein könnten oder Diabetes haben. Medikamente bitte nicht eigenständig absetzen – das klären wir gemeinsam.
Der erste Schritt: Untersuchung und Klärung.
In der orthopädischen Untersuchung klären wir, woher Ihre Beschwerden kommen und ob eine gezielte Infiltration für Sie sinnvoll ist.
Ob und in welchem Umfang Kosten entstehen, klären wir vorab anhand der medizinischen Fragestellung.
Häufige Fragen zur Infiltration unter Röntgenkontrolle
Tut die Behandlung weh?
Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als kaum schmerzhaft. Spürbar ist vor allem der kurze Pieks bei der örtlichen Betäubung der Haut. Beim Einbringen des Medikaments ist kurz ein Druckgefühl möglich.
Welche Medikamente werden verwendet?
Meist ein örtliches Betäubungsmittel, je nach Zielstruktur und Befund kombiniert mit einem entzündungshemmenden Kortisonpräparat. Was bei Ihnen zum Einsatz kommt, besprechen wir in der Aufklärung.
Wann spüre ich eine Wirkung?
Das Betäubungsmittel wirkt oft schon kurz nach der Behandlung, das entzündungshemmende Medikament meist im Laufe der folgenden Tage.
Wie oft wird behandelt?
Manchmal reicht eine Behandlung, manchmal sind mehrere Sitzungen im Abstand sinnvoll. Das entscheiden wir anhand Ihres Verlaufs.
Wie viel Röntgenstrahlung bekomme ich ab?
Wir durchleuchten nur kurz und nur so oft wie nötig, um die Lage der Nadel zu kontrollieren. Wenn Sie Röntgenstrahlung vermeiden möchten oder schwanger sein könnten, sprechen Sie uns an – viele dieser Behandlungen führen wir auch im offenen MRT durch.
MRT oder Röntgenkontrolle – was ist für mich richtig?
Wir bieten beide Verfahren an. Welche Form der Bildsteuerung in Ihrer Situation am besten passt, besprechen wir nach der Untersuchung.